Sonnenauf- und -untergänge

Es ist Montag. Diese Arbeitswoche wird mit einen Halbtag Unterbrechung fortgesetzt. Und heute dachte ich nicht sofort an folgende Tatsache: Die Montagsschicht beginnt etwas später als die Schichten in den Folgenächten der Woche. Der Kaffee aus der Maschine läuft durch – extrastark wie immer.  Langsam mal wach werden, Gedanken und Klamotten zusammen sammeln. Also noch ein paar Minuten Zeit etwas zu bloggen.

Noch sind die Tage lang in den Sommermonaten. Fährt man zur Schicht, scheint die Sonne. Kommt man von der Schicht ist sie schon aufgegangen. Hier ein Handyvideo aus dem Jahre 2013, als ich noch früher von den Schichten nachhause fuhr.

Ja. Sonnenauf- und -untergänge haben etwas reizvolles. Im Hochsommer, wenn man in den freien Tagen läuft, nutze ich die sehr frühen Morgenstunden, sobald man im Morgengrau, also noch vor den eigentlichen Sonnenaufgang losläuft. Ehe die Sonne so ordentlich einheizt.

Heute hält sie sich versteckt – es sieht grau aus. Etwas regnen tut es auch mal zwischendurch. Die Luft ist klar. Gleich gehts los.

 
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Spontan? Nicht wirklich…

Wir erinnern uns noch mehr oder weniger gerne oder (Einige leider auch) ungerne an frühe Kindheitstage. Erlebnisse, die uns prägten – erheiterten, erschreckten, zum Nachdenken anregten, die ständige Neugier, also die Gier nach Neuen…. Erfahrungen sammeln, Grenzen ausloten.

Doch auch Kinder sind keine “homogene Gruppe” – schon damals waren wir verschiedene Charaktere. Ruhig bis zappelig, geduldig bis voller “Hummeln im Hintern”, harmoniebedürftig – bis streitsüchtig, vertrauensvoll bis mißtrauisch, gesellig bis einzelgängerisch.

Doch eine typische Eigenschaft, die Spontanität – Lust haben etwas zu machen nicht in 3 Monaten, nicht morgen, sondern unbedingt “JETZT GLEICH” und “HIER” war bei vielen Kindern ausgeprägter vorhanden als im Erwachsenenalter. So auch bei mir.

Das zum Beispiel mochte ich spontan in den frühen Kindheitstagen…. : Hammer und Nägel in die Hand nehmen, ein paar alte, teils vermoderte Bretter und Balkenreste, Draht…. zusammensuchen und eine Bude bauen. Den Grundriss etwa im Kopf, jedoch keine Ahnung, ob das Material dafür ausreichend ist und keine Verständnis von Statik, ob das “Werk” auch hält. Oft alleine manchmal mit Hilfe von anderen Kindern aus der Nachbarschaft bauten wir daran herum. Reichten die Bretter nicht für eine Wand wurden Äste und Zweige aus den Park mitverbaut.

Ein fertiges Baumhaus? Schön gebaut, wie von den Vater eines Nachbarsjungen wollte ich nicht, obwohl es ansehnlich und stabil war. Es musste unbedingt selber gemacht sein. Ganz egal ob es hält oder nicht 🙂 Und auch wenn die Bude mal hielt, spätestens 1 – 2 Wochen später riss ich sie wieder ein, um eine neue, bessere zu bauen.

Egal wieviel Schrammen man sich zuzog, sich mal mit dem Hammer “ein bisschen” verletzte – es heilte auch nach einen  “Aua” wieder. Wenn man mit dem Roller mal stürzte und auf dem Schotter landete, sich Schürfwunden zuzog: etwas Jod auf die Wunde, Geschimpfe und das nervige, sorgenvolle “Hast Du Dir wehgetan?” anhören und etwas später war alles wieder vergessen.

Jahrzehnte später im hier und jetzt. Es werden keine Buden mehr gebaut, man geht seiner täglichen nächtlichen Arbeit nach kommt nachhause, schläft, erledigt das Notwendigste und nutzt die freien Tage für alles mögliche und da wären wir mal wieder beim Thema “Laufen”. Auch da legt man sich, wenn es regnete, Pfade und Wege rutschig sind in den Schlamm und das “Aua” tut zwar nicht mehr so weh wie in Kindheitstagen, jedoch ist es nicht so schnell vergessen. Übertreibt man es mal, holt man sich Zerrungen und gerade am Anfang, wo man es übertrieb, hatte man in Kniekehlen, Waden., Oberschenkel… arge Schmerzen, die erst nach Tagen abgeklungen waren. So spontan: “Jetzt laufe ich eben mal meine Runden” – ist nicht!!!

Bevor es losgeht müssen (für mich) folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ich bin nüchtern (mindestens 4 Stunden vor dem Lauf keine feste Nahrung zu mir genommen haben)
  • …habe ausreichend Flüssigkeit zu mir genommen (idealerweise ab einer Stunde vor dem Lauf ca 1 Liter Leitungswasser oder mehr)
  • …habe mich durchgebürstet, Franzbranntwein und Sportsalbe präventiv aufgetragen (da ich übergewichtig bin achte ich auf solche Notwendigkeiten (!) besonders)
  • …höre auf meine “innere Stimme” und checke ab, ob ich in der Lage bin nur mal kurze 5 km oder längere 6…8 oder gar mal einen 10er absolvieren kann und richte mein Tempo dementsprechend aus

Nach einen Lauf:

  • habe ich meinen Flüssigkeits- und Mineralverlust wieder ausgeglichen?
  • mich geduscht,
  • Endlich mal feste Nahrung zu mir genommen?
  • die Möglichkeit etwas Ruhe zu finden.. (2 … 3 Stunden Schlaf oder mehr)

So schön und reizvoll Spontanität für mich war und es auch interessant ist, wenn Andere sich diese im Erwachsenenalter bewahren können, so gefährlich wäre sie für andere, wie für mich.

 

 

 

 

 

 
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Alles ist relativ – Das eigene Tempo finden

Wie man der Überschrift entnehmen kann, wird es sich wohl mal wieder um das Thema “Laufen” handeln. Gerade bei Facebook fand ich in Gruppen viele “Laufverrückte”, die mitlerweile zu meinen virtuellen Freundeskreis zählen.

Eine Bekannte meinte, dass ich ein schnelles Tempo vorlege. Sie ist wesentlich jünger als ich, deutlich schlanker, allerdings (warum auch immer) läuft sie deutlich langsamer als ich.

Ich selber bin froh, wenn ich es mal schaffe weniger als 6 Minuten für ein Kilometer zu benötigen (entspricht 10 km/h und höher). Wenn überhaupt, dann schaffe ich dies in kälteren Jahreszeiten und dann auch nur auf kurzen Distanzen (maximal 5 km Laufstrecke). Sehr Viele in Laufgruppen und auch persönlich Bekannte laufen einen Kilometer in ca 4 Minuten 30 Sekunden oder sogar noch viel schneller (entspricht deutlich mehr als 12 km/h). Dies können sie sogar auf Distanzen von über 20 Kilometer Laufstrecke (!) halten. Ein Kollege von mir nimmt sogar regelmäßig am Mitteldeutschen Marathon und anderen Langstreckenläufen teil und trainiert dafür sehr viel und hart. Aber auch sie haben “Gegner” gegen die ihre Laufleistung wiederum “nicht so schnell” ist.

Als ich damals mit dem Laufen wieder anfing (Warum werde ich in einen späteren Beitrag schreiben), hastete jedesmal ein Rentner mit ca 70 Jahren ohne Probleme und schnellen Atem an mir vorüber.

“Wahnsinn”, sagte ich mir ohne Neid, dafür sehr viel Anerkennung.

Mit zunehmenden Alter lernt man seine Grenzen kennen und formuliert seine Ziele nicht mehr so ergeizig wie in der Jugend.

Ich selber bin froh, wenn ich hin und wieder mal am Stück 10 km Strecke schaffe. Diese Strecke ist (10, 67 km) derzeit meine Maximaldistanz, die ich erreichen kann. Im Herbst und Winter habe ich mir vorgenommen in den freien Tagen bw. Herbsturlaub mal maximal 15 km in Angriff zu nehmen. Natürlich muß ich für den Anfang da das Durchschnittstempo runter nehmen, damit ich dies auch durchhalte.

Aber egal was man sich selber für Ziele setzt, man sollte es in seinen Rahmen tun. Was für den Einen ziemlich leicht ist, ist für den Anderen unerreichbar – oder “nur” sehr schwer. Egal ob man nun 8 Minuten für einen Kilometer braucht oder nur 4. – das “Tun” zählt alleine 🙂

 
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Mann, der Bus wird aber heute voll…

…Dachte ich mir gerade, als an der Haltestelle so 7 Jugendliche sassen. Schon von weitem hörte ich sie sich laut unterhalten. Was ist das für ein Haufen?  Jedoch schienen sie in Ordnung zu sein. Unterhielten sich über Schulabschluss, späteres Berufsleben und das, worüber wir uns als Jugendliche unterhielten. 13, maximal 16 Plätze fasst der kleine Bus. Das kann ja heiter werden…
Etwas spät fuhr dieser schließlich ein. Die Kollegin, mit welcher ich gerne fahre fährt diesmal nicht mit. Sie, der bunte Haufen, stiegen aber nicht mit ein. Bis jetzt sitze ich alleine drin. Sie warteten anscheinend auf weitere Bekannte.
Bis gleich liebe Leute! Auf zur ersten Schicht!

 
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“Warum durch die Botanik hasten, wenn man…

…von der Schönheit der Natur gar nichts mitbekommt?” so, oder so ähnlich fragt es mich vor einigen Wochen ein befreundeter Kollege, warum man es sich “unbedingt antuen muss” zu laufen.

..möchte man an solchen landschaftlichen Bildern denn unbedingt "schnell vorüberhasten"?
..möchte man bei solchen landschaftlich eindurcksvollen Bildern denn unbedingt “schnell vorüberhasten”?

Man sieht nicht (oder nur oberflächlich) das Vorbeifliegen von Vogelschwärmen, man keucht und kommt verschwitzt und ausgelaugt nach so einen Lauf zu Hause an.

erschöpft
Erschöpft nach einen Lauf. Selfie im Mai 2015

Eine interessante Frage. Zumal ich in Zeiten der Arbeitslosigkeit stundenlange Spaziergänge als Ausgleich brauchte und so Einiges an Natur beobachten konnte.

Dazu kommt ich bin kein Athlet, kein Gesundheitsappostel, Vegetarier oder ein solcher, welcher sich das Ziel setzt, “bis Datum X hast Du Y Kilogramm abgenommen.” Nein. Ich esse viel Süßes, nicht gerade wenig Fleisch, Wurst und JA ich bin ein Raucher, ein sehr starker Raucher sogar. (Letzteres versuche ich hin und wieder ein wenig zu reduzieren).

Da möge man also mehrfach fragen:

“Verflucht, warum läufst denn dann ausgerechnet Du?”

Nun. Ich will an meine Grenzen gehen. Sehen, wie weit und “schnell” ich eine Strecke hinter mich bringen kann. UND: Bei so einer (nicht erstrebenswerten) Lebensweise, die ich bis dato “pflege” ist dies für mich ein Ausgleich. Ich vertrage und vertrug schon als Kind und Jugendlicher keine große Hitze, möchte meine Abwehrkraft stärken und widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse und der Hektik des Alltags sein. Nicht wie früher keuchen, wenn ich ein paar Treppenstufen steige. Darum tue ich mir das an! Und ja: Ab und zu (nein nicht wirklich immer) gefällt es mir. Mich stören auch nicht mehr die verwunderten Blicke, wenn gerade ich mit meinen ganzen Erscheinungsbild laufe 🙂 Manchmal grinse ich im Vorbeilaufen sogar solche Affengesichter an. Je früher man den Tag zum Laufen nutzen kann, um so weniger trifft man auf Mitmenschen. Auch das macht gerade einen Morgenlauf so schön. Und wenn man erschöpft unter der Dusche steht…. DANN weiß man es! Man kann noch so tolle Worte finden – erlebt haben muß man es einfach selbst – oder?

 
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Hallo liebe (Facebook) Welt

Soeben habe ich meinen Blog erstellt, der als Schnittstelle zwischen meinen Facebook Profil (und das ziemlich verweiste Google+ Profil) die dortigen kurzen Ausführungen weiter vertiefen kann (aber nicht zwangsläufig unbedingt muss).

Wozu das Ganze?

Ein Experimentierfeld. Alles rund um mein Hobby “Laufen” was ich hin und wieder mal (viel zu selten) mache, sowie anderer Kram. Der alltägliche Wahnsinn des öffentlichen Nahverkehrs auf den Weg zur und von der Arbeit kann seitenfüllend werden. Wichtige Termine und Veranstaltungen von Freunden und Bekannten, die es wert sind veröffentlicht und verbreitet zu werden, sollen hier in diesen Blog einen würdigen Platz finden – natürlich nur wenn diese das auch wirklich wollen.

Mit meiner Domain, wo ich unbegrenzt Subdomains zu verschiedenen Themen erstellen kann, sowie unterschiedliche CMS Software (hier in diesem Fall “Wordpress”) aufspielen kann, möchte ich nicht “grenzenlose Ressourcen” ungenutzt lassen. Zudem experimentiere ich gerne mit PHP manuell herum und schreibe auch recht gerne und tippe derzeit mit maximal 250 Anschlägen in der Minute.

Kein (klassisches) Tagebuch, kein (tiefgründiger) Gefühlskram, einfach kurze und wenn es sein muss etwas längere Ausführungen – soweit das Ganze. Natürlich kann und soll man Wut und Freude zu bestimmten Ereignissen herauslesen, mal werde ich es mit einer gehörigen Portion Sarkasmus verpacken 🙂 Beobachtungen, Infos und einiges mehr.

Warum der Name?

Der Blog gibt meine persönliche Meinung wieder und daher fand ich die Wahl “Martins Blog” nicht schlecht.

Was hier nicht reingehört:

Alles was den Datenschutz berührt. Wie “Kollege/ Kollegin XYZ ist ein…”,  Sachen über Andere, die man über sich selbst nicht lesen möchte (und juristisch darf), Anfeindungen, Unsachlichkeiten ….

 

 
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