Wir spielen FreeCiv – wieso ein Neuanfang?

Neustart – eine selbstkritische Analyse

In meinen letzten Beitrag schrieb ich von meinen Vorhaben jeden Sonntag 10 Uhr ein Letsplay auf meinen YouTube Kanal mit dem Titel “Wir spielen Freeciv” zu veröffentlichen. So weit so gut. Nach wie vor findet auch jeden Sonntag ein Upload statt. Aus spielerischer Perspektive – alles (fast) optimal. Es waren optimale Startbedingungen nach eigenen Vorgaben vorhanden und das Spiel ging ja auch reibungslos. Jedoch:

Ich habe für einen “Letsplayer” einen riesigen Fehler begangen: Spiel und Dokumentation ohne ein geeignetes Mikrophon, Rauschen und andere Störgeräusche – trotz nachträglicher Audiobearbeitung klang das Ganze noch schlimmer. 🙁

Der Versuch meine Zuschauer auf das Jahr 1 unserer Zeitrechnung zu vertrösten (von da an hatte ich ja das Mikro im Einsatz – siehe Video oben) würde bedeuten die Leute noch ca. 5 – 6 Folgen oder gar mehr hinzuhalten sich diese katastrophale Bedingungen auszusetzen. Ich stellte mir die Frage, würde ich mir das aus Sicht eines Zuschauers antun? Natürlich nicht!!!

Aktuelle Folgen

Also neues Spiel, neues Glück – ähnliche Einstellungen, wie bei den letzten Spiel. Die Startbedingungen waren nicht so gut wie beim letzten Mal. Ich gründete Berlin auf einem Waldgebiet. Die Produktion lief schnell, jedoch kein Stadtwachstum – von Forschung und Gold ganz zu schweigen. Also musste der Wald erst einmal in eine Ebene verwandelt werden und bei so einer Aktion gehen viele Spielrunden drauf. 🙄

Es wurde gleich ein Krieger als “Ersatzkundschafter” gebaut, danach zwei Runden Kapitalisierung, das heißt die Produktion wurde in bare Münze umgewandelt, was die Staatskasse unseres kleinen deutschen Staates erfreute. Ein weiterer Nachteil zu vorherigen Spiel: Gleich am Anfang stieß ich damals auf einen Stamm, welcher sich unserer Zivilisation anschloss – eine Stadt wurde gegründet. Je früher sich eine Stadt an schließt, desto besser geht das Spiel auch voran. Diesmal jedoch “nur” Gold und zum Glück auch “antikes Wissen”, welches unsere Forschung vorantreibt. An diesem Sonntag (25. Februar 2018) wird die Folge 4 veröffentlicht – “Der vorgetäuschte Leuchtturm und das Vogtland”..

Nun ist Tempo angesagt. Zu Beginn der 4. Folge haben wir nur eine bescheidene Stadtliste. Berlin, Leipzig, Halle (Saale), Salzmünde, Uichteritz und auf der neuen Insel soll das Vogtland gedeihen, beginnend mit Limbach (V). Was uns dort erwartet? Der Zuschauer mag es mit Spannung verfolgen 🙂 Wer die dritte Folge angesehen hat, weiß dass der Gegner begonnen hatte die “Große Mauer” zu bauen – ein Weltwunder mit Potential als “Platzhalter”.

Was entscheidet das Spiel?

Neben der eigenen Spielweise (Bau von Siedlern für neue Städte, Gebäude, Forschung, Einheiten…) gibt es viele andere Faktoren.

Ist die Insel/ Kontinent groß oder klein? Haben wir gleich Kontakt mit den Gegnern oder können in Ruhe schalten und walten? Wo siedele ich mich nieder (Ressourcen für Forschung, Gold – Stichwort Handelspunkte…). Welche Weltwunder kann ich bauen? (gerade dies ist oft Spielentscheidend). Haben wir häufig mit Wilden (Barbaren) zu tun? Wenn das der Fall ist muss man seine Städte durch militärische Einheiten schützen und sehr zeitig Kriegstechnologien erfinden. Bei wilden und mordenden Horden bleibt dabei der Aufbau der Zivilisation weitestgehend auf der Strecke und der Gegner kann einen oft überholen.

Zufallsfaktoren sind die Hütten/Dörfer, auf welche man trifft. Sie haben positive, neutrale oder auch negative Eigenschaften. Welche das sind, kann der Zuschauer gespannt beim Anschauen meiner Folgen erfahren 🙂

Bearbeitet wurde es mit zwei Schnittprogrammen. Den Gratisprogramm “Shotcut” – verfeinert mit “Magix Video deluxe”.

Ich bedanke mich fürs Lesen und wünsche einen angenehmen Wochenbeginn 🙂

 
Teile es:

Sag mir wo die Körbe sind…

Gedanken vor Ostern über die Demontage der Pfandkörbe am Halleschen Hauptbahnhof. Ich meine “Pfand gehört daneben” #Pfand #Armut #pfandgehörtdaneben

 

Nein es geht nicht um die Körbe voller Ostereier und Süßigkeiten, die man langsam für die Kleinen holt – die Überschrift will auf was anderes hinaus.

Facebook erinnerte mich gestern an einen Blogbeitrag, welchen ich vor gut einem Jahr veröffentlicht habe. Damals schrieb ich über einen “Ausflug nach Halle”. Die Tafeln zum 125 jährigen Jubiläum des Bahnhofes stehen noch und werden von vielen Passanten wahrgenommen.

Pfandkörbe, damit Flaschensammler nicht den Müll durchwühlen müssen – eine gute Idee. Diese sind leider seit geraumer Zeit wieder demontiert worden, “Dank” Zweckentfremdung durch achtlose Passanten.

Wahrgenommen habe ich leider auch einen anderen Fakt, das Fehlen der Pfandkörbe am Eingangsbereich im Bahnhof.  Als ich letzte Woche Freitag auf dem Weg zur Schicht mich bei sonnigen Wetter nahe der Körbe hinsetzte, stellte ich fest, dass diese demontiert wurden. Warum? Ist der Wohlstand ausgebrochen? Gibt es keine Arbeitslosen /Rentner mehr, welche ihren kargen Lebensunterhalt aufbessern müssen? Ich denke nicht! Man nimmt sie besonders abends und morgens wahr auf und von dem Wege zur Schicht – Leute, die in Müllkörben nach Flaschen suchen. Es wird wohl an unsolidarischen, ich formuliere es drastischer, asozialen Verhalten vieler Passanten liegen anstatt von Pfandflaschen Reisegepäck – oder schlimmer noch Müll dort reinzulegen. 😈 Es ist beschämend, wenn Leute im Müll nach Pfandflaschen und -dosen suchen müssen. Der Konkurrenzkampf der Sammler ist hart. Es gibt viele von ihnen aber wenige, welche “das Pfand daneben stellen”. Flaschen habe ich auch gesammelt – als Kind. Nicht zum Überleben, sondern um das Taschengeld aufzubessern, so wie einige andere Kinder / Jugendliche in der DDR. Damals ließen die Flaschentrinker sie am Wegesrand stehen, ohne sie zu demolieren.

Ich appelliere an Kolleg(inn)en, Passanten, die nicht jeden Cent umdrehen müssen hin und wieder mal einige Flaschen vor Müllbehältern stehen zu lassen, damit sie Sammler schneller finden können. Viele sozial Schwache empfinden es würdevoller Flaschen zu sammeln, anstatt Leute anzubetteln! 

Bald ist Ostern, wo ihr Euch gegenseitig beschenkt. Lasst hin und wieder eine Pfandflasche für die sozial Schwachen da!

 
Teile es:

Ausflug nach Halle

Jeden Sonntag zieht es mich Richtung Halle. Jeden Sonntag? Nein. Nur an solchen, wenn ich auf den Weg zur Arbeit bin. Heute hatte ich frei. Dennoch… Ich hatte beim gestrigen Einkauf einige Kleinigkeiten vergessen – die Geschäfte sind geschlossen, nicht so am Halleschen Hauptbahnhof, so wie in jeder anderen größeren Stadt auch.

Ein Sonntagsspaziergang an der frinschen Luft hat außerdem noch einen positiven Nebeneffekt – man bleibt in Bewegung 🙂 Bald, so habe ich es mir vorgenommen (spätestens dann wenn ich Urlaub habe) werde ich langsam mit der Lauferei wieder anfangen.

Halles Hauptbahnhof wird 125 Jahre alt
Halles Hauptbahnhof wird 125 Jahre alt. In vielen Bildern kann man die historische Entwicklung folgen.

Es blieb also genug Zeit für einen Einkauf und vorher noch einen kurzen Spaziergang am Boulevard. Angenehm kühl und dennoch sonnig war es – die ideale Jahreszeit! Was mir positiv aufgefallen ist, dass es in Bahnhofsnähe an Abfallbehältern Pfandkörbe für sozial Schwache gibt.

Pfandkörbe, damit Flaschensammler nicht den Müll durchwühlen müssen - eine gute Idee
Pfandkörbe, damit Flaschensammler nicht den Müll durchwühlen müssen – eine gute Idee

Jedoch werden sie leider von achtlosen Passanten zweckentfremdet. Sie stelllen dort ihre Reisetaschen rein, oder schmeißen dort ebenfalls Abfälle hinein – diesen sollte einen Riegel vorgeschoben werden. Ein Initiator dieser Idee war/ist auch die Facebookseite “Pfand gehört daneben” (Link im neuen Fenster/Tab)

Bis zum Urlaub habe ich noch ein wenig Zeit ihn durchzuplanen. Langeweile kommt nicht auf. Ich habe lange keinen Film mehr gedreht und geschnitten – 6 Jahre ist es nun schon her, als ich beim  Offenen Kanal Merseburg – Querfurt einen Film gedreht, geschnitten, bearbeitet und veröffentlicht habe. Wird wohl Zeit es wieder mal zu tun.

Ich wünsche meinen Kolleginnen und Kollegen einen angenehmen Feierabend – Allen einen guten Wochenstart!

 

 
Teile es: